Ich mache Freiwilligenarbeit.

Mit Stolz verkündet die 17-Jährige Sandra, dass sie ins Ausland gehen wird. Sie wird, selbstlos wie sie ist, ihre Zeit und Kraft in Projekte investieren, die die Welt ein bisschen besser machen sollen. Sie wird gequälte Tiere wiederaufpäppeln. Den Regenwald neu bepflanzen und hungernden Kindern Brote schmieren. Dank wird sie ernten. Anerkennung und Glückseligkeit. Denn glücklich wird der, der andere glücklich macht, hat sie gelesen. Sie führt bereits Hunde im Tierheim aus und rettet gestrandete Nacktschnecken bei Regen vom kalten Asphalt. Erfahrung hat sie also gesammelt. Doch sie will in die Welt ziehen und an den richtig großen Projekten mitarbeiten. Wie findet sie diese? Vielleicht gibt es Infos im Internet? Gesagt, getan. Die gibt es tatsächlich.

Anscheinend haben sich ganz viele Agenturen mit den verheißungsvollen Namen wie Studentsgoabroad, Stepin, Travelworks, Praktikawelten, Statravel oder ganz einfach Freiwilligenarbeit dazu entschieden, Gutes zu tun. Ganz selbstlos vermitteln sie Menschen, die helfen wollen, an Projekte, die Helfer brauchen. Wie praktisch. Das Ganze ist sogar spielend leicht zu buchen und ab 2 Wochen Aufenthalt zu haben. Mal ein ganz anderer Urlaub. Es gibt hunderte Projekte in allen Herrenländern und die bunten Bilder laden dazu ein, sich durch alle durchzuklicken. Die Reise kommt in den Warenkorb, und es muss nur noch auf „Kaufen“ geklickt werden. Doch dann wird die kleine Sandra skeptisch. 2799,99€ soll sie für ihre freiwillige Hilfe bezahlen. Obwohl sie doch nur zwei Wochen bleiben möchte. Sie soll in einem Mehrbettzimmer mit Gemeinschaftsbad untergebracht werden und 8 Stunden am Tag arbeiten. Auch hat bisher niemand nach ihren Erfahrungen gefragt. Dabei hat sie sich bereits darauf gefreut, stolz von ihren Erfahrungen im Tierheim zu berichten.  Ist diese Agentur vielleicht nicht seriös? Sandra schaut sich mehrere Websites an, aber die Angebote ähneln sich alle. Ist es normal, dass jeder X-Beliebige gegen Geld mithelfen darf? Völlig gleichgültig, ob im Regenwald, mit Tieren oder im Kinderheim gearbeitet wird? Und wer bekommt all die Tausender, die ein solcher Trip kosten soll? Nicht einmal der Flug ist inklusive. Bei all der Kundschaft müssten die Projekte sich doch bereits selbst tragen können. Auf den Websites findet Sandra keine Antworten und beschließt enttäuscht, das Projekt Freiwilligenarbeit aufgrund von Geldmangel erst einmal auf Eis zu legen.

Heute ist Sandra 10 Jahre älter und hat sich entschlossen, diesen Artikel zu schreiben. Denn die Situation ist exakt die gleiche wie vor 10 Jahren. Junge Menschen, die Gutes tun wollen, werden durch skrupellose Agenturen eiskalt abgezockt. Die Projekte, die so verheißungsvoll klingen wie: „Kümmere dich um obdachlose Kinder in Afrika“, „Rette den Regenwald“ oder „Päppel verwaiste Löwenbabys auf“ gibt es zwar wirklich, mit Nachhaltigkeit und Hilfe hat das alles aber gar nichts zu tun. Im Gegenteil. Diese Wochenendhelfer verschlimmern die Situation vor Ort beträchtlich. Von Agenturen, die Freiwilligenarbeit für jedermann anbieten, sollte also unbedingt Abstand genommen werden! Warum?

 

Freiwilligenarbeit mit Kindern

Gerade in Entwicklungsländern haben es Kinder in Heimen und Waisenhäusern alles andere als leicht. Sie haben keine Familie mehr, leben in maroden Gebäuden, genießen kaum Ausbildung, und die medizinische Versorgung ist alles andere als westlicher Standard. Zudem sind die Einrichtungen oft zum Bersten überfüllt. Der einzige Halt, der diesen Kindern bleibt, ist die Beziehung zu ihren Betreuern. Bestehen diese Betreuer allerdings im wesentlichen aus wahllosen Touristen, die alle 14 tage durch neue Touristen ersetzt werden, kann sich jeder normal denkende Mensch vorstellen, was das mit den Kindern macht. Sie müssen sich immer wieder von ihren Bezugspersonen trennen. Und wieder und wieder. Teilweise 18 Jahre lang. Hinzu kommt, dass die Kurzzeiterzieher in den meisten Fällen weder ihre erzieherischen Qualitäten unter Beweis stellen mussten, noch wurden sie auf ihre psychologische Tauglichkeit hin überprüft. Das Einstellungskriterium ist Geld und sonst nichts. Würden wir den Kindern unserer Heimatländer so etwas zumuten? Ich denke, die meisten würden recht schnell auf die Barrikaden gehen. Warum tun wir es Kindern in anderen Ländern an? Weil sie arm sind? Weil sie niemand beschützt? Weil wir geblendet wurden von bunten Bildern und Werbeversprechen?

Hinzu kommt die Tatsache, dass Waisenhäuser in Dritte Welt Ländern mittlerweile wie Pilze aus dem Boden schießen. Eines in erbärmlicherem Zustand als das andere. Woran liegt das? Gehen uns die Eltern aus? Nein! Kinder sind mittlerweile zum Geschäft geworden. Ein Leben ist nichts wert. Viele Häuser werden aus dem nichts aufgebaut und teilweise sogar mit gekauften Kindern armer Familien bestückt. Und wozu das alles? Weil gut betuchte Touristen gerne spenden. Sie spenden und spenden und fühlen sich toll dabei. Leider überprüfen die wenigsten, wohin ihre Spenden tatsächlich gehen. So wächst das Geschäft mit den Waisenhäusern ins Unermessliche, und die Betreiber leben ihr Luxusleben unter Palmen. Ein menschenverachtendes Geschäft mit den Ärmsten der Armen. Brutal und eiskalt.

 

Freiwilligenarbeit mit Tieren

Zwei junge hübsche Mädchen posieren vor afrikanischer Traumkulisse mit einem Löwenbaby unterm rechten Arm und einer Falsche Milch in der linken Hand. „Ziehe verwaiste Löwen- und Gepardenbabys auf“ heißt es in der Anzeige. Diese Angebote bestehen bereits seit Jahren und anscheinend gehen den Projekten die Löwenbabys nicht aus. Wo kommen Jahr ein Jahr  hunderte verwaiste Raubkatzen her? Und warum sind immer genügend da, damit auch jeder freiwillige Helfer sein eigenes Katzenbaby aufpäppeln darf, zwei bis vier Wochen lang? Was sich wie ein Traum vieler Tierliebhaber anhört und von unzähligen Seiten in schönsten Worten beworben wird, hat meistens einen schlimmen Hintergrund. Die Tierbabys sind nicht etwa verwaist und sollen später in die freie Natur ausgewildert werden. Sie sind Massenzüchtungen der afrikanischen Jagdindustrie. Sind sie groß genug, werden sie an Jagdfarmen verkauft und für vielzahlende Trophäensammler zum Abschuss freigegeben. Ihre Mamas leben in engen Käfigen als Gebärmaschinen. Unwissende Touristen zahlen sich dumm und dämlich, um einige Wochen lang ein kleines Wildtier zu betreuen. Fragen stellen die meisten nicht. Ähnlich ist es mit den Elefantencamps im asiatischen Raum. Freiwillige Helfer werden gesucht. Zum Füttern, Baden, Saubermachen und natürlich Streicheln und nochmal Streicheln. 2000€ kostet das Vergnügen pro Woche ,Inkl. Hängematte als Nachtlager für den naturverbundenen Backpacker. Verpflegung muss selber besorgt werden. Um Spenden wird gebeten. Die Tiere leben zumeist in winzigen Ställen und gehen mit Touristen gegen Geld im hauseigenen Ententeich baden oder einmal ausreiten um den Block. Auf brutalste Weise werden sie „zugeritten“ und gefügig gemacht. Elefantenbabys werden ihren Müttern entrissen. Tiere aus freier Wildbahn sind nicht selten. Beziehungen zum Menschen bauen sie kaum mehr auf. Zu häufig wechseln die unerfahrenen Zweibeiner um sie herum. Damit nichts Tragisches passiert, gibt es Beruhigungsspritzen. Genau wie in sogenannten Tigertempeln.  Die geschundenen Kreaturen wurden natürlich ebenfalls per Hand aufgezogen. Im Erwachsenenalter verschlafen sie den gesamten Tag auf kaltem Beton und ertragen die grabschenden Touristenhände, ohne mit der Wimper zu zucken. Leben erkennt man in ihnen keines mehr. Wie gefügig gemachte Prostituierte liegen sie herum und bekommen nichts mehr mit. Wer da noch grinsend mit dem Selfiestick herumfuchtelt, bekommt meine Verachtung gratis zum Bild mit dazu.

 

Freiwilligenarbeit im Umweltschutz

2 Wochen lang Bäume im Regenwald pflanzen oder Häuser für Obdachlose bauen. Hört sich erstmal nicht danach an, als könnte man hier viel falsch machen. In der Tat sind über Agenturen gebuchte Projekte, die sich dem Umweltschutz widmen und nichts mit Kinder oder Tieren zu tun haben, in der Regel als nicht ganz so schlimm zu betrachten. Jedoch stellt sich hier auch die ernsthafte Frage der Nachhaltigkeit. Um effektiv arbeiten zu können und Arbeitsabläufe verstehen zu lernen, braucht es Zeit. In der Regel sind die Touristen aber wieder abgereist, noch bevor sie ihren Jetlag auskuriert haben. Wie effektiv kann diese Kurzarbeit also sein? Immer und immer wieder müssen neue Touristen angelernt  werden, um eine Woche lang unter Aufsicht mithelfen zu können. An das Tagespensum eines erfahrenen Arbeiters kommen sie nicht mal zur Hälfte ran. Hinzu kommen die unglaublichen Summen, die an die Agentur vor dem Urlaub im Urwald gezahlt werden. Nur ein Bruchteil davon geht allerdings an die Projekte selbst. Das meiste wird in die eigenen Gehälter und in Werbung investiert. Wäre es nicht sinnvoller, diese Summen direkt an das auserwählte Projekt zu spenden und darauf zu verzichten, wertvollen Arbeitskräften die Zeit zu stehlen, indem sie ungelernte Westler wie am Fließband beaufsichtigen müssen? Sollten die Gelder vielleicht lieber in richtige Arbeitskräfte vor Ort investiert werden?

 

 

Wer hat Schuld an diesen Zuständen?

Ich denke nicht, dass die meisten Menschen, die sich in diese Projekte einkaufen, irgendwelche bösen Absichten verfolgen. Im Gegenteil. Viele wollen wirklich helfen. Die ersten 30 Seiten zum Thema, welche sich bei Google öffnen, sind eben die Seiten dieser dubiosen Agenturen. Schnell wird der Anschein erweckt, Freiwilligenarbeit wäre nun mal so. Denen, die sich dort anmelden, mache ich gar keinen Vorwurf. In der Regel handelt es sich um junge, abenteuerlustige Menschen, die sich ausprobieren wollen und auf die bunten Bilder und das hübsche Layout reinfallen. So wie Sandra, 18, die eher aus Geldmangel als aus Verstandesgründen zu Hause geblieben ist. Meine Anklage geht an die geldgeilen Agenturen, die ohne Rücksicht auf Verluste nur an ihren eigenen Kontostand denken. Und an sonst ga nichts! Wo eine Nachfrage besteht, da kriechen leider auch die Parasiten aus ihren Löchern und erstellen schöne Webseiten. So ist das überall. Wir begegnen dieser Welt täglich im Supermarkt oder in Modemagazinen. Wenn wir etwas verändern wollen, dann muss der Maschinerie der Geldhahn abgedreht werden. Das Wichtigste ist also, Interessenten aufzuklären. Vor allem sollte Interessierten Menschen nahegelegt werden, wie Freiwilligenarbeit nachhaltig funktionieren kann, und dass diese nichts mit einem Wochenendausflug in den Sommerferien zu tun hat. Denn es ist wichtig zu helfen. Und es ist auch durchaus möglich zu helfen. Nur eben nicht für jeden Menschen in jedem x-beliebigen Projekt.

 

Wie kann nachhaltig geholfen werden?

Zuallererst sollte sich jeder Mensch klarmachen, dass kein seriöses Projekt Mitarbeiter auf Wochenendbasis einstellt. In der Regel werden Volontäre für mindestens ein halbes Jahr, eher länger, verpflichtet. Das hat den ganz einfachen Grund, dass es bereits mindestens 4 Wochen dauert, bis der neue Helfer angelernt ist und selbstständig arbeiten kann. Seriöse Projekte haben kein Interesse daran, Touristen während ihre Abenteuertrips ein bisschen zu unterhalten. Sie wollen arbeiten. Sie wollen helfen. Vor allem aber wollen sie vorankommen. Wer im Umweltschutz, Tierschutz oder gar im humanitären Bereich arbeiten will, muss vor allem Zeit mitbringen, um eine echte Hilfe zu sein.

 

Du möchtest mit Kindern arbeiten?

Was qualifiziert dich dafür, und in welchem Bereich möchtest du tätig sein? Bist du gelernter Erzieher? Bist du Psychologe? Bist du Kinderarzt? Möchtest du ein Praktikum in bestimmten Bereichen machen? Bist du ein Lehrer oder besitzt du besondere Sprachkenntnisse? Besitzt du ein einwandfreies Führungszeugnis? Hast du Erfahrung in der Arbeit mit Kindern sammeln können? Diese Kriterien oder Fragen sollten dich nicht abschrecken, denn sie dienen ausschließlich dem Kinderschutz. Wenn du in Entwicklungsländern arbeiten möchtest, dann solltest du dich am besten an sogenannte NGOs wenden. Doch natürlich gibt es auch unter diesen schwarze Schafe, die nicht transparent arbeiten. Einen guten Überblick bietet die Unesco. Such dir am besten die Dachverbände der jeweiligen Länder heraus und schau dir die Projekte genauestens an. Bewirb dich, stell Fragen, hol Angebote ein und werde unbedingt skeptisch, sobald du ohne jegliche Vorlage deiner Referenzen zur Kasse gebeten wirst.  

Ein guter Ansprechpartner sind zum Beispiel:

Wenn es dir mehr ums Reisen, als um Entwicklungshilfe geht, könnte Au Pair das richtige für dich sein. Doch auch hier bitte die Augen aufhalten und nicht gleich bei der erstbesten Agentur einschreiben.  

Seriöse Ansprechpartner sind der Verein für internationale Jugendarbeit oder die Au Pair Society.

 

Du möchtest mit Tieren arbeiten?

Dann solltest du dir klarmachen, dass die Arbeit mit Wildtieren kein exotischer Streichelzoo ist. In der Regel arbeitest du für die Wildtiere und nicht mit den Wildtieren. In seriösen Auffangstationen wird kaum gekuschelt und getätschelt. Und schon gar nicht von 100 verschiedenen Personen pro Monat. Die Arbeit findet rund ums Tier statt. Nur die erfahrensten Mitarbeiter interagieren mit dem Tier selbst, wenn unbedingt notwendig. Wer Wildtiere streicheln oder gar reiten möchte, sollte etwas an seiner Grundeinstellung ändern! Auch solltest du damit rechnen, dass die Arbeit mit Tieren für unausgebildete Hilfskräfte häufig in Hilfsaufgaben besteht wie die Reinigung des Geländes. Es sei denn, du machst ein spezielles Praktikum. Doch solche Plätze sind rar. Du solltest dich also rechtzeitig bewerben. Gut ausgebildete Fachkräfte wie Tierärzte, Ranger spezialisierte Wissenschaftler, werden meist händeringend gesucht. Eine gute Alternative für Streichelwillige kann die Arbeit mit Haustieren sein. Auch Tierheime suchen weltweit nach freiwilligen Helfern. Doch sei dir bewusst, dass auch hier ungern Durchgangsverkehr herrscht. Helfer werden in der Regel nicht für ein oder zwei Wochen angenommen.

Willst du dich aktiv engagieren, kann auch der Eintritt in eine Tierschutzorganisation Sinn machen. Eine kleine Übersicht der größten Organisationen findest du hier.

Sea Shepherd zum Beispiel suchen jährlich freiwillige Helfer auf Schiffen, um Wilderer davor zu hindern, seltene Meeressäuger zu jagen. „Der härteste Job, der dich je glücklich machen wird“. Auch hier werden Fachleute bevorzugt. Seemänner, Köche, Fotografen.

 

 

Du möchtest im Umweltschutz arbeiten?

Dann fang heute noch bei dir zu Hause an. Vermeide Plastikmüll, kauf keine Billigwaren von Ausbeuterkonzernen und verzichte auf die Produkte der Massenindustrie. Bewirb dich direkt bei seriösen Umweltschutzorganisationen. Eine gute Anlaufstelle kann auch die Seite Workaway sein. Sie verbindet private Organisationen oder auch Privathaushalte mit freiwilligen Helfern. Dabei sind die verschiedensten Arbeiten gelistet. Ich selbst habe mit Workaway sehr gute Erfahrungen gemacht und war dort einige Jahre aktiv. Doch natürlich müssen auch dort die Angebote genauestens unter die Lupe genommen werden.

 

 

Welche kosten kommen auf dich zu?

Das ist recht unterschiedlich und kommt auf die Arbeit an, die du anstrebst.

In der Regel fallen keine Kosten an. Und keinesfalls tausende von Euros. Dennoch werden dich Hilfsorganisationen in den seltensten Fällen unterhalten. Oft bekommst du angeboten, dir entweder eine eigene Unterkunft zu suchen, oder gegen eine geringe Kostenpauschale in einer Unterkunft vor Ort untergebracht zu werden. Freiwilligenarbeit im privaten Bereich wird in der Regel durch Kost und Logie vergütet. Du zahlst auschließlich deine Anreise und gibst ein bisschen was zu den Lebensmittelkosten dazu. Möchte jemand vorab mehrere hundert Euro kassieren, würde ich gleich die Finger davonlassen. Au Pairs bekommen häufig ein wenig Taschengeld von ihrer Gastfamilie. Richtig bezahlt werden ausschließlich Fachkräfte wie Ärzte, Sanitäter oder fest angestellte Lehrkräfte.

 

Ich möchte etwas tun, aber nicht so lange reisen

Du kannst nicht alles haben. Wenn dir Zeit und/oder Lust für lange Auslandsaufenthalte fehlen, dann engagiere dich in deiner Heimatstadt. Auch dort gibt es Tierschutzprojekte. Auch dort werden freiwillige Helfer im Umweltschutz gesucht. Auch dort gibt es Praktika in Kinderheimen. Wirf mal einen Blick auf dem BUND. Keinesfalls solltest du dein Geld in miese Abzockeragenturen stecken. Spende es stattdessen. An eine mit Bedacht ausgesuchte Organisation deiner Wahl. Engagiere dich bei Demos, sammle gebrauchte Decken für Tierheimtiere, unterstütze „Rettet das Huhn“ <3 und beginne, die Menschen in deinem Umfeld aufzuklären. Vor allem aber: Geh mit gutem Beispiel voran. Verändere die Welt, indem du dich selbst veränderst. Jeden einzelnen Tag. Für den Rest deines Lebens.

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2 Kommentare

sandra · Februar.11.2018 um 10:20

Liebe Aileen, danke für deine Nachricht.

Du hast recht, ich finde das ist ein Thema worüber man unbedingt sprechen muss. Für die meisten ist diese Welt so unglaublich weit weg aber Fakt ist eben, dass soziales Engagement sehr oft, sehr schwer missbraucht wird. Wie zum Beispiel auch in der Massentierhaltung, bestimmt die Nachfrage den Markt. So lange die Kohle fließt ist es den Entscheidungsträgern schnuppe, Hauptsache ihre dicken Hintern sitzen im Trockenen. Ich denke man kann nur aufklären und nochmal aufklären und an den Verstand des Einzelnen appellieren, solche Unternehmen auf gar keinen Fall zu unterstützen. Ich hoffe ich kann einen kleinen Beitrag dazu leisten.

Ganz liebe Grüße an Dich zurück, Sandra

Aileen · Februar.11.2018 um 5:27

Hey Sandra, sehr cooler Beitrag! Genauso ist es nämlich und ganz ähnlich hab ich es erlebt als ich vor einigen Monaten auf der Suche nach Projekten war. Erstmal glaubt man das ist alles normal und denkt sich nichts dabei aber wenn man vor Ort ist sieht man was wirklich abgeht. Das ist schon ziemlich erschreckend und lässt einen etwas hilflos dastehen. Warum schiebt die Regierung da keinen Riegel vor? Warum sind solche Vermittlungsagenturen in Deutschland erlaubt? Das kann doch alles nicht angehn! Naja, dein Post hat mir auf jeden Fall super gefallen und ich erkenne ganz viel von dem wieder, was ich selbst erlebt habe. Finde es toll dass jemand mal darüber schreibt und nicht immer nur eine heile Welt vorlebt wie viele andere Blogger, die sich mit dem Thema Reisen befassen. Ganz liebe Grüße an dich, Aileen 🙂

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